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Individuell und passgenau – Nennhausener „Schulungsserie
Gesundheit und Pflege“ ist „Demografie-Beispiel des Monats“

veröffentlicht am 13.02.2015

Das Amt Nennhausen (Landkreis Havelland) ist für sein Projekt zum Thema Älterwerden mit dem Titel „Demografie-Beispiel des Monats“ Februar geehrt worden. Der Chef der Staatskanzlei, Staatssekretär Rudolf Zeeb, überreichte die Auszeichnung für die „Schulungsserie Gesundheit und Pflege“ heute bei einem Besuch vor Ort. Die Veranstaltungsreihe ist bei der „Mieterinsel Nennhausen“, einem generationsübergreifenden Treffpunkt, angesiedelt.  Dort und in den anderen drei Gemeinden des Amtes Nennhausen werden kostenlose Informationen und individuelle Beratungen angeboten. Die Schulungsserie ist Teil des 2010 gestarteten „Demografie-Projektes Havelland“, dem Strategiepaket des  Landkreises zur Bewältigung der demografischen Herausforderungen.


Staatssekretär Zeeb betonte: „Angesichts einer älter werdenden Bevölkerung und einer steigenden Zahl an Pflegebedürftigen ist dieses Projekt topaktuell. Pflege ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe,  die starke Partner vor Ort braucht, so wie hier im Havelland. Besondere Anerkennung verdient, dass im Havelland Landkreis, Städte und Gemeinden bei allen Themen des demografischen Wandels an einem Strang ziehen. Das ist beispielhaft.“


Angelika Thielicke, Amtsdirektorin des Amtes Nennhausen, sagte: „Wir sind durch die Schulungsserie in der Lage, seit Februar 2014 Informationsveranstaltungen zu vielen Themen des Älterwerdens anzubieten. Das charakterisierende Element des Projektes ist der regelmäßig wechselnde Durchführungsort der Veranstaltungen, bei denen der ländliche Raum im Besonderen berücksichtigt wird, denn wir gehen zu den Bürgerinnen und Bürgern in die Orte.“


Die „Schulungsserie Gesundheit und Pflege“ wurde von der „Mieterinsel Nennhausen“ im Vorjahr auf Wunsch von Besuchern ins Leben gerufen. Die Themenpalette reicht von Wohnen im Alter über Pflege in der Familie bis hin zu Vorsorgerecht und Patientenverfügung. Experten von verschiedenen Einrichtungen und Institutionen wie Sozialamt, Pflegestützpunkt, Diakonisches Werk und Sanitätshaus geben Ratschläge und Tipps und informieren über Kontaktadressen.


Dabei geht es unter anderem darum, wie das eigene Heim altersgerecht angepasst oder welche Pflege- und Dienstleistungen auch zur Entlastung von Angehörigen in Anspruch genommen werden können. Zudem gibt es Hinweise zu alternativen Wohnformen und möglichen Umzugshilfen oder zur richtigen Anwendung von Pflegehilfsmitteln. Der aktuelle Schulungszyklus beschäftigt sich beispielsweise mit dem Thema Demenz.


Der Landkreis plant auch, die Schulungsreihe weiter auszudehnen. Damit setzt er ein Anliegen des „Demografie-Projektes Havelland“ um, erfolgreiche örtliche Initiativen auf andere Gemeinden zu übertragen. Viele Ideen des kreislichen Netzwerks wurden in den vergangenen Jahren schon umgesetzt. Darunter sind in Nauen ein liniengebundener Rufbus, Fahrdienste für Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, und - neben weiteren Begegnungsstätten in Rhinow, Nauen und Falkensee  - auch die „Mieterinsel Nennhausen“. Diese startete  mit der Schulungsserie nun selbst eine neue Initiative. Partner des „Demografie-Projekts Havelland“, das bereits 2012 von der Staatskanzlei als „Demografie-Beispiel des Monats“ geehrt wurde, sind neben dem Landkreis die Städte Nauen, Rathenow und Falkensee, die Ämter Nennhausen, Friesack und Rhinow, die Havelland Kliniken sowie Vereine und lokale Aktionsgruppen.


Die „Schulungsserie Gesundheit und Pflege“ des Amtes Nennhausen ist ein weiteres Beispiel auf dem „Marktplatz der Möglichkeiten“, mit dem die Staatskanzlei innovative, nachahmenswerte Initiativen im Umgang mit den Folgen des demografischen Wandels vorstellt. Die jeweiligen Demografie-Beispiele des Monats werden im Rahmen des Internetauftritts „Marktplatz der Möglichkeiten“ unter www.demografie.brandenburg.de veröffentlicht.