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Brita Marx ist „Unternehmerin des Landes Brandenburg 2009“ – Platzeck würdigt Anteil der Frauen am Wirtschaftserfolg

veröffentlicht am 11.07.2009
Brita Marx aus Luckenwalde ist „Unternehmerin des Landes Brandenburg 2009“. Ministerpräsident Matthias Platzeck zeichnete die Chefin der Luckenwalder Abbruch- und Recycling Firma „Brita Marx GmbH“ heute während des 7. Unternehmerinnen– und Gründerinnentages in Potsdam aus. Er würdigte sie als ideenreiche und durchsetzungsstarke Unternehmerin, die sich in ihrer Region auch in vielfältiger Weise gesellschaftlich engagiere. Zugleich betonte Platzeck den großen Anteil von Frauen am wirtschaftlichen Erfolg Brandenburgs.

„In unserem Land gibt es viele tatkräftige, mutige und kreative Unternehmerinnen“, sagte Platzeck. Ein Drittel aller brandenburgischen Firmen werden mittlerweile von einer oder mehreren Frauen geführt. Er wolle noch mehr Brandenburgerinnen zu unternehmerischer Eigeninitiative ermutigen. „Mehr Gründerinnen bedeuten mehr Investitionen, mehr Wachstum und mehr neue Arbeitsplätze.“

Damit Frauen wirklich zum Zuge kämen, müsse es aber noch deutlicher einen Bewusstseinswandel in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik geben. Platzeck: „Wirklich gute Leistungen und langfristigen Erfolg können wir nur erwarten, wenn Frauen tatsächlich die Möglichkeit haben, ihre Potenziale voll zu entfalten. Die Landesregierung unternimmt alles, um Brandenburg zu einem familienfreundlichen Land zu machen, in dem es selbstverständlich ist, Beruf und Familie miteinander in Einklang zu bringen.“ Britta Marx behaupte sich seit fast 20 Jahren in der Branche, sagte Platzeck in seiner Laudatio. Für ihr Engagement im Bereich Ausbildung sei sie 2007 von den Wirtschaftsjunioren Deutschland ausgezeichnet worden. Mit ihrem gesellschaftlichen Engagement helfe sie anderen Menschen, etwa durch die Unterstützung der jährlichen Suchtpräventionswoche „Die Macht der Sucht“. Die Überreichung des ersten, von der ILB unterstützten Preises begleitete das Vorstandsmitglied der InvestitionsBank des Landes Brandenburg, Jacqueline Tag.

Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns beglückwünschte Elke Ruchatz, die Chefin der Neuen Oderwerft Eisenhüttenstadt, zum zweiten Preis, den er ihr gemeinsam mit Peter Paffhausen, dem Geschäftsführer der Stadtwerke Potsdam als dem Sponsor dieses Preises, überreichte.

Elke Ruchatz behauptet sich seit 10 Jahren erfolgreich in einer Männerdomäne: Sie führt die Neue Oderwerft Eisenhüttenstadt als alleinige Inhaberin. „Seit sie an der Spitze des Unternehmens steht, hat sie die Mitarbeiterzahl von 12 auf 41 aufgestockt und das Betriebsfeld der Werft um den Bereich Service und Wartung erweitert. So hält ihr Unternehmen beispielsweise die Eisbrecherflotte auf der Oder in Stand“, sagte Minister Junghanns in seiner Laudatio. Junghanns weiter: „Erfolgreiche märkische Unternehmerinnen wie Elke Ruchatz bringen nicht nur die von ihnen geführten Unternehmen nach vorn, sie leisten auch einen wichtigen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung unseres Landes. Der Wettbewerb und der Unternehmerinnentag tragen dazu bei, das Engagement und die Leistungskraft unserer brandenburgischen Unternehmerinnen zu würdigen und zu dokumentieren.“

Den dritten Preis, überreicht von Sabine Hübner aus dem Arbeitsministerium und Frank Salewski von SECURITAS Deutschland, erhielt Marie-Luise Buder. Sie steht an der Spitze der BHG-Handelszentrum GmbH in Luckau und ist Chefin von 170 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Kontinuierlich hat sie ihr Unternehmen weiterentwickelt, sich mit dem Ausbau der Handelskette besonders auf die Bedürfnisse der Menschen in der dünn besiedelten Region eingestellt und mit Umstellungen im Produktsortiment auf aktuelle Entwicklungen und Erfordernisse reagiert. Sabine Hübner, Leiterin der Abteilung Arbeit und Gleichstellung im Arbeitsministerium, würdigte bei der Übergabe des Preises auch das beispielhafte soziale Engagement der Unternehmerin in ihrer Region. „Die Visitenkarte Brandenburgs trägt deutlich auch die Handschrift der Frauen. Und in Brandenburgs Wirtschaft mischen sie immer mehr mit und setzten wichtige Akzente. Ihr Engagement, ihre Kreativität, ihren Mut und ihr Durchhaltevermögen brauchen wir jetzt mehr denn je“, betonte Hübner.

Die Jury unter Vorsitz von Arbeitsstaatssekretär Winfrid Alber hatte unter 54 Bewerbungen die Auswahl getroffen. Die Preisgelder wurden von Sponsoren gestiftet. 3.000 Euro für die Gewinnerin kamen von der ILB, 1.500 Euro für den 2. Preis von den Stadtwerken Potsdam und 500 Euro für den 3. Preis von SECURITAS Deutschland, die auch Sachpreise für die platzierten Unternehmerinnen bereitstellten. Die Auszeichnung „Unternehmerin des Landes Brandenburg“ wurde bereits zum vierten Mal vergeben, traditionell auf dem Unternehmerinnen- und Gründerinnentag. Die Veranstaltung, veranstaltet vom Arbeitsministerium und gefördert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF), fand in den Räumen der IHK Potsdam statt. Für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gab es ein umfangreiches Workshop-, Ausstellungs- und Beratungsprogramm, bei dem sie auch Kontakte knüpfen und Möglichkeiten der Zusammenarbeit ausloten konnten.