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Pressedienst

Häusliche Gewalt

27.07.2007 Erneut weniger Fälle von häuslicher Gewalt

Schönbohm sieht ermutigende Entwicklung

 
Nr. 133/2007

Die Zahl der Straftaten im Bereich ‚Häusliche Gewalt’ in Brandenburg ist im vergangenen Jahr weiter zurückgegangen. Sie sank um 5,7 Prozent auf 2.116 (2005: 2.244) Fälle. Bei knapp drei Viertel der Straftaten handelte es sich wie im Vorjahr um Körperverletzungen. Weitere Deliktschwerpunkte waren Freiheitsberaubung, Nötigung und Bedrohung. Die Polizei ermittelte 1.854 (1.922) Tatverdächtige. Zum Schutz der Opfer sprach sie 383 (429) Platzverweise und 33 (40) Aufenthaltsverbote aus. 371 (431) Personen wurden in Gewahrsam genommen.

 

Innenminister Jörg Schönbohm nannte die erneut rückläufigen Fallzahlen „ermutigend“. „Die konsequente Verfolgung von häuslicher Gewalt trägt offenbar Früchte. Sie signalisiert nachdrücklich, dass die Täter für ihr Handeln zur Rechenschaft gezogen werden, und wirkt damit auch abschreckend. Das Einschreiten gegen häusliche Gewalt wird im polizeilichen Handeln weiter hohe Priorität haben. Das Thema Häusliche Gewalt ist deshalb auch ein Schwerpunkt der polizeilichen Aus- und Fortbildung. Die Sensibilisierung für diesen Problembereich ist bei den Einsatzkräften außerordentlich hoch.“ 

Rund 79,2 (80,9) Prozent der insgesamt 2.239 (2.376) Opfer waren weiblich. Unter den Opfern waren auch 146 (137) Kinder, 128 (135) Jugendliche und 147 (166) Heranwachsende. Etwa 87 (89) Prozent der Tatverdächtigen waren männlich. Bei gut jedem fünften Vorfall (2006: 22,8 Prozent; 2005: 27,4 Prozent) war Alkohol im Spiel.

Bei Einsätzen wegen häuslicher Gewalt informiert die Polizei die Opfer auch ausführlich über die rechtlichen Möglichkeiten des Schutzes vor ihren Peinigern. Ein entsprechendes Merkblatt enthält Adressen und Telefonnummern von Frauenhäusern, Opferberatungsstellen und Gerichten. Um Opfer häuslicher Gewalt zur Anzeige zu ermutigen und ihnen noch besseren Zugang zu Hilfe zu verschaffen, kann die Polizei die Daten des Opfers mit dessen Einverständnis auch an eine Opferberatungsstelle weiterleiten.  

Häusliche Gewalt ist auch ein besonderer Schwerpunkt des Opferschutzkonzeptes der brandenburgischen Polizei. Dazu gehört unter anderem ein Leitfaden für die Polizistinnen und Polizisten zum Vorgehen in Fällen häuslicher Gewalt. Die Schutzbereiche beteiligen sich zudem gemeinsam mit Partnern vor Ort umfangreich an Präventionsmaßnahmen.

 

Verantwortlich:
Dorothee Stacke, Pressesprecherin
Ministerium des Innern
Henning-von-Tresckow Str. 9-13
14467 Potsdam
Telefon (0331) 866 2060
Fax: (0331) 866 2666