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Familie Ernst

Reinhold Alexander Albert Ernst

Reinhold Alexander Albert Ernst wurde hier in Schwedt am 15. September 1912 geboren. Seine Eltern waren Hugo Ernst, geb. 1884, und Johanna Ernst, geborene Laubinger im Jahre 1890. Er wurde in seinem Elternhaus geboren, welches vermutlich ein Wohnwagen war. Dieser Stand hinter dem Gartenhaus Nr. 1. Zur Sinti-Familie Ernst gehörten die beiden Eltern und sieben Kindern. Als sie verhaftet und nach Auschwitz deortiert wurden, hielten sie sich in Stolp/Westpommern auf.. Vermutlich kamen sie am 24. Februar 1944 im Konzentrationslager Ausschwitz-Birkenau an, denn dort wurde die Ankunft einer 25-köpfigen Gruppe von Sinti und Roma dokumentiert. Davon trugen neun Personen den Familiennamen „Ernst”. Reinhold starb drei Monate später am 26. Mai 1944 in Auschwitz.

Stammbaum der Familie Ernst

Das Schicksal der Familie Ernst

Sein Vater Hugo Ernst starb am 5. Juni 1944 im Sonderlager.

Aus Auschwitz-Birkenau brachte die SS 1944 etwa 1 800 Sinti und Roma nach Buchenwald. Das Hauptlager war für die meisten von ihnen nur Durchgangsstation. Nach kurzer Zeit schickte die SS sie weiter auf die Baustellen von Dora, Ellrich oder Harzungen. Hier herrschten die härtesten Bedingungen (mehr). Unter ihnen waren auch Reinholds Mutter und seine beiden älteren Brüder Hans und Friedel. Mutter Johanna Ernst wurde im Frühjahr 1944 von Auschwitz zuerste in das Konzentrationslager Ravensbrück deportiert. Von dort kam sie offensichtlich in das Außenlager des Konzentrationslagers Buchenwald. Besonders Frauen mussten dort unter unmenschlichen Bedingungen für die Rüstungsindustrie arbeiten. Am 25. September 1944 wurde zurück nach Auschwitz deportiert, was für viele den Tod in der Gaskammer bedeutete.

Reinholds Brüder Hans und Friedel Ernst wurden im April 1944 nach Buchenwald verschleppt und schließlich ins KZ Mittelbau-Dora, wo sich die Spur der beiden verliert gebracht. Der Jüngste der Familie Julius Ernst kam vermutlich am 25. September 1944 ums Leben. An diesem Tag vergaste man in Auschwitz über 200 Kinder, von denen Julius möglicherweise ein Teil war. Waldemar, ein weiteres Geschwisterkind, wurde am 16. Juli 1944 in Auschwitz ermordet. Nur Elfriede und Asten, in Auschwitz als Asta registriert, überlebten das KZ.

Trauriges Fazit

Das Schicksal der Familie Ernst zeigt auf, wie eine Familie im Nationalsozialismus getrennt, durch Zwangaarbeit ausgebeutet und ermordet wurde. Alle haben dasselbe grausame Schicksal erlitten. Nur der Umstand das es sich um eine Sinti-Familie handelte, hat den Nazis als Grund gereicht, um diese Familie zu deportieren und schließlich zu töten.

1992 beschloss die Bundesregierung die Errichtung eines nationalen Denkmals in Erinnerung an die Ermordung der verfolgten europäischen Sinti und Roma. Das Denkmal des Künstlers Dani Karavan besteht aus einem Brunnen mit einem versenkbaren Stein, auf dem täglich eine frische Blume liegt. Darüber hinaus informieren Tafeln über Ausgrenzung und Massenmord an dieser Minderheit während der nationalsozialistischen Terrorherrschaft. Das Denkmal wurde am 24. Oktober 2012 feierlich der Öffentlichkeit übergeben. Detail des Denkmals.

The Ernst Family

 Reinhold Alexander Albert Ernst was born here in Schwedt on September 15th, 1912. His parents were Hugo Ernst (born 1884) and Johanna Ernst, born as Laubinger in 1890. He was born in his family's home, which was most likely a caravan. It was located at “Gartenhäuser 1”.

The Sinti family, consisting of the two parents and their seven children, was later deported from Stolp, Western Pomerania, to Auschwitz. They most likely arrived there on February 24th, 1944, as the arrival of a group of 25 Sinti and Roma was documented on that date. Nine members of this group had the surname Ernst. Reinhold, however, died only three months later, on May 16th, 1944, in Auschwitz.

 

The Family

 His father, Hugo Ernst, died in the so-called Special Camp on June 5th, 1944. His mother, Johanna Ernst, survived Auschwitz but was deported in the spring of 1944 to the Ravensbrück concentration camp. From there, she was apparently transferred to a subcamp of the Buchenwald concentration camp. Like many women imprisoned there, she was forced to work under bad conditions for the German armaments industry. On September 25th, 1944, however, she was deported back to Auschwitz—a transfer that meant death in the gas chambers for many prisoners.

Reinhold's brothers, Hans and Friedel Ernst, were deported to Buchenwald in April 1944 and were eventually transferred to the Mittelbau concentration camp, where all trace of them was lost. The youngest member of the family, Julius Ernst, most likely died on September 25th, 1944. On that day, more than 200 children were murdered in the gas chambers at Auschwitz, and Julius may have been among them. Another sibling, Waldemar Ernst, was murdered in Auschwitz on 16 July 1944. Only Elfriede Ernst and Asten Ernst, who was registered in Auschwitz as Asta, survived the concentration camps.

 

Conclusion

The fate of the Ernst family illustrates how families were torn apart and systematically persecuted under the Nazi regime. Although family members were imprisoned and deported to different camps, many ultimately suffered the same fate. Simply because they were a Sinti family, the Nazis considered them worthy of persecution, deportation, and, ultimately, murder.

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