Task Force PCK Schwedt setzt sich weiter für Zukunft der Raffinerie ein
Herausforderungen und Chancen im Blick
veröffentlicht am 29.06.2026
Rohölversorgung, Pipelineertüchtigung und Eigentümerstruktur weiter im Blick: Die Task Force PCK Schwedt ist heute unter Leitung von Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke zu ihrer 9. regulären Sitzung zusammengekommen.
An der Sitzung nahmen u.a. die Ostbeauftragte der Bundesregierung, Staatsministerin Elisabeth Kaiser, Wirtschaftsministerin Martina Klement, Finanzminister Daniel Keller, Umweltministerin Hanka Mittelstädt, Infrastrukturstaatssekretär Volker-Gerd Westphal, PCK-Geschäftsführer Ralf Schairer, Uckermark-Landrätin Karina Dörk und die Bürgermeisterin von Schwedt, Annekathrin Hoppe, teil.
Woidke: „Die Landesregierung setzt sich weiterhin mit großem Engagement für die Zukunft der PCK ein. Obwohl Russland kein Rohöl aus Kasachstan mehr durch die Druschba nach Schwedt leitet, war die Auslastung der PCK zuletzt mit 82 Prozent stabil. Die Bundesregierung als Treuhandverwalter ist weiterhin gefordert, mit dieser Lage umzugehen und die Versorgung sicherzustellen.“
Derzeit besucht Bundeswirtschaftsministerin Katharina Reiche Kasachstan. Bei der zweitägigen Reise geht es auch um die kasachischen Öllieferungen nach Deutschland.
Die Ostbeauftragte Elisabeth Kaiser ergänzte: „Ohne die PCK fährt in Ostdeutschland buchstäblich nichts. Ich setze mich deshalb innerhalb der Bundesregierung weiter intensiv für die PCK ein. Es gilt, die Auswirkungen der ausbleibenden Rohöllieferungen auf den Raffineriebetrieb durch alternative Lieferwege gering zu halten. Die PCK muss im Interesse der Versorgungssicherheit in Ostdeutschland und zur Sicherung der Arbeitsplätze am Standort Schwedt zukunftssicher ausgerichtet werden.“
PCK-Geschäftsführer Ralf Schairer betonte: „Die PCK steht weiterhin für eine zuverlässige und stabile Versorgung der Region mit Kraftstoffen und Wärme. Gemeinsam mit unseren Gesellschaftern arbeiten wir daran, die Versorgungswege mit Rohöl weiter zu optimieren. Gleichzeitig sind wir zunehmend besorgt über die Wettbewerbsfähigkeit der Raffinerie- und Chemiebranche in Deutschland. Die europäische Gesetzgebung und deren in vielen Teilen verschärfte deutsche Umsetzung gefährden langfristig die Wirtschaftlichkeit unserer Industrie sowie notwendige Investitionen in Transformation.“
Schwedts Bürgermeisterin Annekathrin Hoppe sagte: „Das Projekt Brandenburg eSAF von ENERTRAG und Zaffra ist eine einzigartige Chance für den Start der Transformation in Schwedt/Oder. Daher erwarte ich eine schnelle Entscheidung zur konkreten Umsetzung. Die Stadt Schwedt/Oder unterstützt den Transformationsprozess mit ganzer Kraft und allen verfügbaren Möglichkeiten.“

