Rund 54,55 Millionen Euro für die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten
Zu den Ergebnissen der Kabinettssitzung teilt Regierungssprecherin Ines Filohn mit:
veröffentlicht am 08.09.2026
Das Kabinett hat heute dem von Kulturministerin Dr. Manja Schüle vorgelegten Abkommen über die gemeinsame Finanzierung der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) zugestimmt. Die Stiftung erhält von 2027 bis 2030 jährlich mindestens 54,55 Millionen Euro für ihre Arbeit. Das Land Brandenburg übernimmt davon rund 19,58 Millionen Euro. Weitere rund 22,56 Millionen Euro kommen vom Bund sowie etwa 12,41 Millionen Euro vom Land Berlin. Darüber hinaus stellt das Land Brandenburg zusätzlich jährlich 800.000 Euro zur Beseitigung des Parkpflegedefizits bereit und verhindert damit den Parkeintritt für die Parks der SPSG. Das neue Finanzierungsabkommen soll zum 01. Januar 2027 in Kraft treten.
Kulturministerin Dr. Manja Schüle begrüßt die Entscheidung des Kabinetts: „Von Sanssouci über Cecilienhof bis zur Alexandrowka: Die preußischen Schlösser und Gärten sind mehr als nur Teil der märkischen DNA – sie sind weltberühmt, weltoffen, Welt-Kulturerbe. Insbesondere die Parks bieten vielen Menschen Erholung. Aber: Sie haben in den vergangenen Jahren gelitten, unter dem Klimawandel ebenso wie unter einer intensiver gewordenen Freizeitnutzung. Auch deshalb haben wir als Land unsere Förderung der SPSG in den vergangenen Jahren immer wieder außerplanmäßig erhöht: Mit dem Brandenburg-Paket Kultur für energiesparende Umbaumaßnahmen ebenso wie mit unserem Klimaanpassungsprogramm für denkmalgeschützte Garten- und Parkanlagen und unserer Kompensation des Pflegedefizits in den Gärten. Ich freue mich, dass wir ab 2027 unsere vertraglich abgesicherte Förderung der SPSG im Vergleich zum letzten Finanzierungsabkommen von rund 17 Millionen auf künftig knapp 20 Millionen Euro jährlich steigern können. Damit tragen wir dazu bei, unser Weltkulturerbe dauerhaft zu sichern und zu entwickeln.“
Hintergrund:
Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg wurde 1995 per Staatsvertrag zwischen Berlin und Brandenburg errichtet. Der Bund als größter Geldgeber ist ebenfalls mit Sitz im Stiftungsrat vertreten. Der SPSG mit ihren mehr als 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern obliegt die Präsentation, Pflege, Restaurierung und wissenschaftliche Bearbeitung der Kunstsammlungen sowie der mehr als 30 Museumsschlösser in Berlin und Brandenburg, von rund 750 Hektar Garten- und Parkflächen sowie zahlreicher weiterer Gebäude und baulicher Anlagen.
Ein Großteil der Stiftungsliegenschaften in Berlin und Potsdam ist seit 1990 UNESCO-Welterbestätte. Dazu gehören unter anderem Schloss und Park Sanssouci, der Neue Garten, Schloss und Park Babelsberg, der Pfingstberg, Schloss und Park Sacrow sowie die Pfaueninsel und das Schloss Glienicke in Berlin.
Die SPSG wird gemeinsam von den Ländern Brandenburg und Berlin sowie dem Bund finanziert. Im Rahmen des auslaufenden Finanzierungsabkommens von 2023 bis 2026 waren der Stiftung jährlich rund 48 Millionen Euro vertraglich zugesichert worden. Weitere Mittel in Höhe von 400 Millionen Euro bis 2030 erhält die SPSG über das Sonderinvestitionsprogramm II der drei Partner.

