Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung: Brandenburg hebt ab
veröffentlicht am 10.06.2026
Die Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) hat heute am Flughafen BER ihre Tore geöffnet. In den kommenden Tagen stehen aktuelle Entwicklungen im Sicherheits- und Verteidigungsbereich, der Weltraumtechnologien sowie die gesamte Bandbreite der Luftfahrt im Mittelpunkt. Am Wochenende ist die ILA auch für das private Publikum geöffnet. Zu Beginn der Leistungsschau nimmt Brandenburgs Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke gemeinsam mit dem Regierenden Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner, am Eröffnungsrundgang des Bundeskanzlers Friedrich Merz teil. Neben dem Ministerpräsidenten werden weitere Vertreterinnen und Vertreter der Landesregierung vor Ort sein, um sich über Brandenburgs Beitrag zur internationalen Luft- und Raumfahrt zu informieren.
Woidke: „Die ILA gehört in unsere Hauptstadtregion. Das ist beim Rundgang mit dem Bundeskanzler und Berlins Regierendem Bürgermeister nochmals bekräftigt worden. Sie schreibt eine einzigartige Erfolgsgeschichte. Das Interesse der Bevölkerung an Luft- und Raumfahrt ist riesig. Gleiches gilt für die Bedeutung dieser Industrie als einer der wichtigsten Wirtschaftszweige unseres Landes. Die Luftfahrtindustrie steht für industrielle Wertschöpfung, globale Vernetzung, herausragende Innovation und gute Arbeitsplätze. Doch es gibt auch einen Wermutstropfen: Der Airbus A380 ist das größte Verkehrsflugzeug der Welt, es kann problemlos am BER starten und landen. Doch davon wird viel zu wenig Gebrauch gemacht. Fernflüge, von hier aus in die weite Welt, da ist noch Luft nach oben.“
Innenminister Dr. Jan Redmann informiert sich auf der ILA auf einem Rundgang am Freitag. Redmann: „Die ILA ist Leitmesse und Leistungsschau – und ein Gradmesser für die Innovationskraft der deutschen und der brandenburgischen Industrie. Gerade in Zeiten wachsender Bedrohungen und notwendiger Investitionen in unsere innere und äußere Sicherheit ist die ILA in Schönefeld der richtige Ort, um sich über innovative Ideen und Projekte zu informieren und auszutauschen. Unserer Landespolizei danke ich für ihren Einsatz zum Schutz der Aussteller sowie der Besucherinnen und Besuchern.“
Von der Bedeutung der Brandenburger Unternehmen für die Luftfahrtindustrie überzeugt sich Wirtschaftsministerin Martina Klement auf der ILA. Sie verwies auf die Chancen dieses Zukunftsmarktes. Klement: „Die Internationale Luftfahrtausstellung zeigt eindrucksvoll, wie eng wirtschaftliche Stärke, Entwicklungskraft und Sicherheit heute miteinander verbunden sind. Gerade die Sicherheits- und Verteidigungsindustrie bietet enormes Potenzial für Innovationen, neue Geschäftsmodelle und qualifizierte Beschäftigung. Brandenburg verfügt mit seiner starken Industrie, vielen innovativen Unternehmen, exzellenten Forschungseinrichtungen und seiner Nähe zu Berlin über beste Voraussetzungen, um von dieser Entwicklung zu profitieren und einen wichtigen Beitrag zur technologischen Souveränität Europas zu leisten.“
Brandenburgs Verkehrsminister Robert Crumbach fordert anlässlich der diesjährigen ILA, insbesondere den ostdeutschen Luftverkehrsstandort zu stärken. Crumbach: „Von unserem Flughafen BER aus werden weniger als zehn Langstreckenziele angeflogen. In Frankfurt am Main sind es mehr als 100, in München fast 60. Deutschlandweite Fairness sieht anders aus. Ich wünsche mir hier mehr Rückenwind für Ostdeutschland, und die ILA kann sicher helfen, diesen zu entfachen.“
Brandenburgs Wissenschaftsministerin Dr. Manja Schüle betont die Bedeutung von Wissenschaft und Forschung im Bereich der Luft- und Raumfahrt: „Das chesco-Projekt an der BTU ist Innovationslabor und Transformationsschmiede mitten in der Lausitz. Hier wird mit ambitionierter Forschung eine der größten Herausforderungen unserer Zeit angegangen: die Entwicklung klimaschonender Flugantriebe. Damit ist chesco ein Pull-Faktor für die gesamte Region. Es liefert in enger Abstimmung mit zahlreichen Partnern vor Ort und weit über die Region hinaus konkrete und relevante Antworten auf drängende Fragen. In Cottbus zeigt sich eindrucksvoll: Wer in Innovation investiert, investiert in Zukunft.“
Hintergrund
Das Center for Hybrid Electric Systems Cottbus, kurz chesco, ist ein großes Forschungs- und Innovationszentrum der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), das sich auf die Entwicklung und Erprobung von elektrischen und hybridelektrischen Antriebssystemen für die Zukunft der Mobilität spezialisiert hat.

